BIOGRAFIE

Alles begann um 5 Uhr morgens am 27.04.2019 in einem Zugabteil. An diesem Tag lud die Fanszene der SpVgg Fürth zur ersten selbstverwalteten Sonderzugfahrt ein. Ziel war Magdeburg, wo 105 Jahre zuvor die erste Meisterschaft des Kleeblatts eingefahren wurde. Alpay und Flöte waren Teil einer Gruppe der Offenen Hilfen, der Freizeitabteilung der fürther Lebenshilfe. In Magdeburg wurden sie standesgemäß von einem Großaufgebot der Polizei empfangen und schließlich zum Stadion begleitet. Ein dabei zufällig entstandenes Foto ziert das Cover der Kleeblatt EP. Beide besuchten sie in der Folge zahlreiche weitere Spiele ihres Herzensvereins, egal ob zu Hause oder auswärts. Irgendwann bekam Flöte, der selbst in zahlreichen Bands ( u.a. The Audience, Kenneth Minor, The General Good) gespielt hat, spitz, dass auch Alpay ein musikalisches Projekt am Laufen hatte. Zusammen mit seinem Zwillingsbruder Altay sang er in der Blubber Blubber Band. So geschah, was geschehen musste...

Musikalisch bewegt sich das Post-Punk/Wave Duo mit Funk/Tribe Einflüssen auf den Spuren von Gang of Four, Suicide, The Fall & Palais Schaumburg. Alpay selbst beschreibt den Stil seines aktuellen Projekts als Kleeblatt- Musik. Wie dem auch sei, schnell wird klar, dass hier nicht in Schubladen gedacht wird, sondern der Titel der EP mehr ist als nur das Konzept der EP.

Charakteristisch für ihren Sound ist der trockene wavige Bass von Flöte und der Sprechgesang von Alpay, angereichert mit exponierten Soundscapes. Bei den Drums wird explizit auf Becken verzichtet, um so den optimalen Hörgenuss nicht zu garantieren. Ihre Debut-EP trägt den Namen „Kleeblatt EP“ und behandelt, wie sollte es im Frühjahr 2021 anders sein, auch den möglichen zweiten Erstligaaufstiegs der Spielvereinigung. Der Song mit dem Titel „Derby 2020“ ist ein Spielbericht der anderen Art. Darauf folgt „Aufstieg“, in dem Trainer Stefan Leitl persönlich am Telefon zu hören ist. „Du bist mein Verein“ ist der Titel und das Programm des dritten Songs. Kurz vor dem Abpfiff gibt schließlich der Kapitän der Fürther Branimir Hrgota in „Hrogota“ seine persönliche Einschätzung zu einem möglichen Aufstieg zum Besten.

Luca Ochmonek